Das innere Kind - erkenne, fühle und heile das verletze Kind in dir!

“Du hast deine Kindheit vergessen, aus den Tiefen deiner Seele wirbt sie um dich.

Sie wird dich so lange leiden machen, bis du sie erhörst.“ Hermann Hesse

In diesem Blogartikel erfährst du:

  • Was das innere Kind ist?
  • Wie dein verletztes inneres Kind sich dir im Erwachsenen-Alltag zeigt.
  • Wie du mit deinem inneren Kind in Kontakt treten kannst um alte Verletzungen zu heilen.

Was ist das innere Kind?

Die Bezeichnung des inneren Kindes stammt aus der modernen Psychologie und bezeichnet alle Erlebnisse die wir als Kind erfahren haben. All die freudig-fröhlichen, sich geliebt fühlen Momente und auch  die Momente voller Traurigkeit-Einsamkeit und purer Hilflosigkeit. In der Arbeit mit dem Inneren Kind geht man davon aus, dass ein Mensch, der in seiner Kindheit wenig Liebe und Anerkennung erfahren hat und oder durch Missachtung, Liebesentzug, Verlassen werden, Grenzüberschreitung  oder Entwertung Verletzungen erfahren hat, so in seinem Selbstwertgefühl verletzt wurde. 

 

Und wenn wir älter Erwachsen werden rutschen zwar im Laufe der Zeit viele unserer Erlebnisse aus unserem Bewusstsein raus, doch damit sind sie nicht weg. Alles was wir im Leben erfahren speichert sich in unserem Programmspeicher Unterbewusstsein ab, ob uns das bewusst ist oder nicht spielt dabei keine Rolle - nichts geht dabei verloren und  prägt und lenkt damit entscheidend unser Leben. 

 

Bis zu jenem Moment, in dem wir bereit sind uns mit den nicht verarbeiteten Konflikten auseinanderzusetzen und seelische Wunden zu heilen.  Ansonsten leben wir ein Leben auf Autopilot, ausgelegt auf all unseren positiven und eben auch negativen Erlebnissen. Und bei um die 88% Unterbewusstsein und nur ca. 12% Bewusstsein ist das eine ganze Menge die wir nicht mit unserem bloßen Willen beeinflussen können. Es bleibt ein Bemühen, der berühmte Kampf gegen Windmühlen.

Wie ist das bei dir?
Fühlst du dich manchmal unzulänglich, ungeliebt, einsam oder selbst wenn du unter Menschen bist alleine? Dann ist es ziemlich wahrscheinlich, das da ein verletztes kleines Kind in dir wohnt. Abgesehen davon tragen wir alle den Persönlichkeitsanteil des inneren Kindes in uns. Individuell ist natürlich unser aller einer Geschichte, sprich die Intensität der emotionalen Verletzung, weswegen ein Vergleich mit anderen auch nichts bringt. Niemand ist wie du. Vielleicht denkst du dir jetzt, ja genau und deswegen schaffe ich es nicht oder es ist so unsagbar schwer. Ich kenne diese Gedanken und kann dich verstehen, deswegen bin ich mir mehr als sicher, dass du nichts in deinem persönlichen Rucksack trägst, dessen du nicht auch imstande wärst zu bewältigen. 

Unsere Vergangenheit bleibt immer in uns, sie ist ein Teil von uns.

Die Frage ist, was wir aus ihr machen!

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Wie dein verletztes inneres Kind sich dir im Erwachsenen-Alltag zeigt.

Als Kind entwickelst du Schutzstrategien, die dir es ermöglichen mit dem Erlebten klar zukommen. Das heißt was als Kind für dich einmal Überlebens wichtig war hat, hindert dich heute als Erwachsener in deiner freien Entfaltung. Im folgenden habe ich als Beispiel zwei Schutzstrategien des verletzten inneren Kindes beschrieben.

Perfektionismus
Bei der Schutzstrategie des Perfektionisten geht es im wesentlichen darum, das er sich selbst als nie gut genug empfindet. Das was der Perfektionist erschafft, stellt ihn nie wirklich zufrieden und auch seine Ansprüche an sein Umfeld besteht oft aus urteilen, da er immer den Mangel das was nicht perfekt ist im Fokus hat- welches aus einer reinen Projektion entsteht. Typische Glaubenssätze die dieses innere Kind in sich trägt sind, "Ich bin nicht gut genug", "Ich darf keine Fehler machen", Ich bin ein Versager",... welche aus einem mangelnden Selbstwertgefühl resultieren. Selbst wenn diesen Menschen die Rückmeldung gegeben wird, das es großartig ist was es erschaffen hat, kann er dies auf einer bestimmten Ebene nicht wirklich annehmen. Er kann sogar zu der Überzeugung kommen, da die Menschen dies nur aus Nettigkeit sagen und es nicht wirklich ernst mit ihm meinen. Denn tief im Innersten trägt er die Überzeugung eben nicht gut genug zu sein. 

 

Harmoniestreben und Überanpassung
Bei dieser Schutzstrategie geht es um das recht machen, um das gefallen wollen, um das geliebt werden. Es hat viel mit dem Bedürfnis nach Liebe und Anerkennung zu tun, welches das Kind nicht ausreichend erfahren hat. Um die Liebe und Anerkennung zu erfahren nach der es sich sehnt, hat es sich entschieden sich anzupassen, sich zurückzunehmen, bescheiden zu sein, nicht aufzufallen. Je nach Intensität der Erfahrung, hat es nicht erfahren was es bedeutet eigene Bedürfnisse zu leben. Dieser Erwachsene ist sich oft nicht über seine eigenen Bedürfnisse bewusst und fühlt sich in Folge dessen nicht selten egoistisch wenn es versucht diese zu leben. Dieses sich zurückzunehmen der eigenen Wünsche ist so gut trainiert, das sie häufig gar nicht wissen was sie wirklich wollen. Persönliche Ziele zu definieren und Entscheidungen zu treffen fällt ihnen zudem sehr schwer.

Ein Beispiel:

Marc und Nadine sind erst vor wenigen Wochen in eine  gemeinsame  Wohnung gezogen. Relativ rasch fing Marc an,  von  Nadine zu erwarten das sie im sein abendliches Essen automatisch zubereite. Er reagierte sehr beleidigt auf Nadine´s Widerstand. Nadine war sprachlos und fühlte sich gedemütigt und nicht wertgeschätzt - sie arbeitete ebenso Vollzeit

und fühlte sich durch diese Forderung sehr betroffen und hilflos.

 

Was war geschehen?

Marc war sich nicht bewusst darüber, das es sein inneres Kind war, das sich diese Bemutterung von Nadine wünscht. Er wusste nicht, das die Ursache nicht Nadine und ihr Nein zum täglichen Bekochen war. Sondern es einen viel tiefer-liegenderen  Grund dafür  gab, nämlich die mangelnde Präsenz seiner Mutter. Diese hatte den Vater  samt Kinder verlassen

um mit einem anderen Mann zusammenzuleben. Diese Verletzung traf den kleinen Marc damals so tief ("Ich bin nicht wichtig", "Ich werde nicht geliebt", "Wenn du mich liebst, dann sorgst du für mich"), das er dieses Erlebnis tief in sein Unterbewusstsein verdrängt hat.  War es doch damals die  einzigste Möglichkeit für ihn als Kind  mit diesen heftigen Gefühlen und dieser Situation klarzukommen. Auch Nadine kam bei diesem Konflikt in Kontakt mit ihrem verletzten inneren Kind, konnte sie es früher doch selten ihrem Vater recht machen. So fühlt sie sich nach solchen Konflikten und den Forderungen von Marc , klein, nicht geliebt und nicht gut genug.

 

Marc und Nadine stritten sich häufig wegen Kleinigkeiten und haben sich letzten Endes auch deswegen getrennt. Denn Marc  war es nicht bewusst, das sein beleidigt sein - verletzt sein nicht Nadine und Ihre Weigerung ihn zu bekochen war sondern eben die tiefer liegende Verletzung, das Verlassen der Familie durch die Mutter. Ebenso war es Nadine nicht bewusst, das ihre Reaktion sich ungeliebt, nicht gut genug zu fühlen auf Kindheitserlebnisse mit ihrem Vater zurückzuführen sind.

Wären sich beide bewusst gewesen und hätten Einblick in die Sehnsüchte und Wünsche ihres verletzten inneren Kindes gehabt, hätten sie sich darüber austauschen können und konstruktiv an sich und ihrer Beziehung zueinander arbeiten können.

 

 

 

Ein sehr hilfreicher Schritt für eine positive Veränderung im Leben in Bezug auf unser inneres Kind ist es sich der Grundbedürfnisse eines jeden Menschen erst einmal bewusst zu sein.

Zu unseren psychischen Grundbedürfnissen gehört: (nach Susanne Stahl)

Das Bedürfnis nach Bindung
Als Baby und Kleinkind sind wir darauf angewiesen, dass unsere Eltern oder andere Bezugspersonen sich um uns kümmern, uns Schutz und Geborgenheit geben. Nur so können wir ein gesundes Selbstbewusstsein entwickeln und ohne Angst die Welt entdecken. Die Erfahrungen in dieser Zeit sind prägend für spätere Partnerschaften und Beziehungen.

Das Bedürfnis nach Autonomie und Anerkennung

Als Kind wollen wir unsere Umgebung erforschen und entdecken, wir wollen dies selbstständig (alleine) machen.

Eltern die z.B. zu überbehütend oder in gutgemeinter Absicht dem Kind alle Hindernisse aus dem Weg räumen, beeinflussen die Entwicklung eher ungünstig.

 

Das Bedürfnis nach Lustbefriedigung

Alle Menschen streben automatisch danach, Lust zu gewinnen, zu befriedigen und Unlust zu vermeiden. Lust kann dabei auf vielen verschiedenen Wahrnehmungskanälen empfunden werden, wie zum Beispiel beim Essen oder beim Sport. Es ist wichtig das der Mensch lernt, sein Lust- und Unlustempfinden zu regulieren, in den ersten Jahren übernehmen diese Aufgabe die Eltern. Wird das Kind in seinem Lustbedürfnis zu stark eingeschränkt, kann es zwanghaftes Verhalten und genussfeindliche Normen entwickeln. Wird das Kind zu stark verwöhnt, dann kann es als Erwachsener hingegen
Schwierigkeiten bekommen seine  Gelüste zu bremsen.

Zudem wird in unserer modernen Welt, unabhängig von der Prägung des inneren Kind  unsere Fähigkeit unser Lustempfinden zu regulieren schon beim Gang durch den Supermarkt oder durch die Werbung die täglich auf uns einströmt stark herausgefordert.

 

Das Bedürfnis nach Anerkennung

Schon als Kind erfahren wir die erste Form des Bedürfnisses der Anerkennung, wenn z.b. die Mutter das Kind beim Wickeln anlächelt - damit assoziert das Kind, das es ok ist. Dieser Prozess wird auch als gespiegeltes Selbstwertempfinden in der Psychologie bezeichnet. Dieses konditionierte Bedürfnis nach Anerkennung bleibt auch im Erwachsenenalter bestehen, entscheidend ist dabei wie viel Anerkennung wir erfahren haben. Weißt hier ein Kind Defizite auf, drückt sich dies in einem mangelnden Selbstwertgefühl aus, welches sich dann beim Erwachsenen in gesteigerter Bedürftigkeit nach Anerkennung zeigt.

Die heilung des inneren Kindes

Deine Eltern sind nicht schuld

Manchmal da wäre es so einfach, wenn wir jemand im Außen für unsere Konflikte verantwortlich machen könnten. Dann könnten wir sagen, meine Eltern haben sich nicht richtig um mich gekümmert. Doch wenn wir genauer hinschauen, stellen wir fest, dass unsere Eltern, deine Mutter, dein Vater, ebenso verletzt wurden. Vielleicht wurde deine Mama nie richtig in den Arm genommen und geknuddelt und kann dir deshalb keine Nähe schenken. Oder dein Vater ist dominant und bestimmt dein Leben für dich, ohne deine Bedürfnisse zu achten, überschreitet deine Grenzen. Vielleicht weil er selbst nie einen Vater hatte, der für ihn da war, und die Dominanz nun für deinen Vater Ausdruck dafür ist, für dich da zu sein.

 

Wir müssen das Verhalten unserer Eltern nicht entschuldigen. Doch kannst du dir vorstellen, dass Eltern sagen

"wir sind glücklich und zufrieden und wir verletzten unser Kind einfach so, weil es uns Freude macht?"

 

Und ich weiß, es ist leichter gesagt als getan diese Prozesse der Veränderung, der Vergebung, uvm. zu durchschreiten. Doch

wenn wir anfangen, uns zu reflektieren, erschaffen wir damit Bewusstsein und die Möglichkeit zur Veränderung.

Und um ungewünschte Konditionierungen und Glaubenssätze aufzulösen, ist es erforderlich, nochmals hinzuschauen. Vielleicht klingt es im ersten Moment paradox für dich, doch um diese Wirkungen aufzulösen, gilt es nochmals hinzusehen und das Erlebnis von damals nochmals wahrzunehmen. Das verletzte Kind in uns möchte gesehen werden, in den Arm genommen werden, wahrgenommen werden mit all seinen Bedürfnissen.

Erst dann kann Veränderung geschehen, alte Wunden können heilen.

Und der Weg wird frei, frei um selbstbestimmt das eigene Leben zu gestalten.

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Wie du mit deinem inneren Kind in Kontakt treten kannst um alte Verletzungen zu heilen.

 

Hier stelle ich dir ein paar Übungen vor, wie du mit deinem inneren Kind in Kontakt treten kannst. Diese Übungen sind nicht zu unterschätzen, wenn du dich unsicher fühlst alleine daran zu arbeiten oder Angst hast das es zu überwältigend für dich ist, dann empfehle ich in jedem Fall dir begleitende Unterstützung zu nehmen. 

 

Und sei nicht verwundert, wenn es dir zu Beginn nicht gleich gelingt dein inneres Kind wahrzunehmen. Vergiss nicht, wie viele Jahre sich niemand um die Bedürfnisse deines Inneren Kindes gekümmert hat, es wird dir nicht gleich freudestrahlend entgegen springen nur weil du jetzt gerade mal da bist. Es ist wie im realen Leben, es gilt Vertrauen aufzubauen und das braucht Zeit  und Kontinuität und ist ein Prozess und nicht mal mit einem mach ich jetzt mal geschwind getan. 
Wenn du dich entscheidest mit deinem Inneren Kind zu arbeiten, dann ist es wichtig das du die Gefühle deiner/deines Kleinen ernst nimmst. Mache am besten in dieser Zeit 1-2 feste Dates in der Woche dafür mit dir selbst aus und lass nichts dazwischenkommen die diese Treffen verhindern. Du weißt wie das ist, wenn man einem Kind verspricht Zeit mit ihm zu verbringen, Spaß zu haben, ihm zuzuhören, es in den Arm zu nehmen,... und dann es nicht einhält.

 

 


 1. Übung "Fragen an dich"

Stelle dir selbst folgende Fragen – las dir zur Beantwortung genügend Zeit, gehe dabei achtsam und liebevoll vor.
Schreibe dir Antworten in Form von kurzen Stichpunkten.

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Wie möchten meine Eltern mich gerne sehen?
Was möchte ich für meine Eltern sein?

Welchen Anspruch versuche ich zu realisieren?

Warum bin ich mit mir unzufrieden?

Was raubt mir meine Energie?

Wo bin ich brav?

Warum schaffe ich es nicht mich zu verändern?

Warum habe ich immer das Gefühl, mehr leisten zu müssen?

Für wen tue ich das?

 

 


 2. Übung "Kontakt zum Inneren Kind"  -geführte Meditationen-

Eine sehr gute Möglichkeit Kontakt mit dem Inneren Kind aufzunehmen ist die über eine geführte Meditation. Vor allem wenn es für dich neu ist mit deinem Inneren Kind Kontakt aufzunehmen, du dir unsicher bist oder es dir nicht leicht fällt wahrzunehmen.
Zu Beginn der Meditation gelangst du in einen entspannten, meditativen Zustand und wirst dann an einen Ort oder Raum geführt, an dem dein innerer Erwachsener deinem inneren Kind begegnet.

Dabei taucht rein intuitiv aus deinem Unterbewusstsein vor deinem inneren Auge ein bestimmtes Bild von deinem inneren Kind auf. Dabei handelt es sich um das innere Kind, welches sich dir jetzt zeigen möchte- weil es jetzt von Wichtigkeit ist für dich. Wenn du über einen längeren Zeitraum mit deinem inneren Kind arbeitest, wirst du feststellen das dir dein inneres Kind immer wieder in unterschiedlichen Entwicklungsstufen in einem anderen Alter begegnet. Wie gesagt das liegt daran, das sich dir automatisch das zeigt was jetzt von Wichtigkeit für dich ist.

 

Es gibt viele Meditationen zur Arbeit mit dem Inneren Kind, auf You Tube findest du ebenso eine große Auswahl zur kostenfreien Verwendung. Eine sehr effektive und gut geführte Meditation zur Begegnung und Heilung des Inneren Kind ist für mich persönlich die von Robert Betz. *"Befreie und heile das Kind in dir" diese kann ich dir absolut weiterempfehlen.

 

 

Mit * gekennzeichnete Links sind sogenannte Affiliate-Links. Kommt es über diesen Link zu einem Einkauf, werde ich mit einer kleinen Provision beteiligt. Dir entstehen dabei keine Mehrkosten. Wo du deine Produkte kaufst, bleibt natürlich dir überlassen. Danke für deine Unterstützung!

3. Übung "Dialog mit dem inneren Kind" (Stuhlübung)

Stelle zwei Stühle gegenüber. Der eine Stuhl ist für dich als Erwachsener, der andere für dein inneres Kind. (symbolisch kannst du hierfür ein Kuscheltier auf den Stuhl legen) Setze dich nun auf den Erwachsenenstuhl und stelle Fragen an dein inneres Kind (Wichtig: Stelle diese bitte so wie, du sie einem Kind stellen würdest, nicht zuviel und in Kindersprache) Um dein inneres Kind antworten zu lassen wechsel den den Stuhl. Und ja, ich kann verstehen wenn du dich vielleicht komisch dabei fühlst oder es albern findest diese Übung zu machen. Doch wenn du dich darauf einlässt wirst du merken, dass es eine tolle Möglichkeit ist Verbindung mit dir selbst und in dem Fall deinem inneren Kind aufzunehmen.

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Ich nehme dich jetzt bewusst war

Ich spüre dich in diesem Augenblick

Ich möchte mich mit dir austauschen und erfahren wie es dir geht

Was fühlst du?

Was möchtest oder brauchst du jetzt von mir?

Ich spüre deine Wut, deine Traurigkeit…. , erzähl mir etwas darüber!

Ich spüre, dass du verletzt bist, du kannst es mir jetzt erzählen.

Erzähl mir etwas über deine Verletztheit

Ich erkenne, dass du ängstlich bist – Was ist der Grund dafür?

Ich würde gerne verstehen, warum du …(Angst) hast oder dich vor… fürchtest.

Wie kann ich dir helfen, mit diesen Gefühlen fertig zu werden?

Was brauchst du von mir?

Habe ich dich im Stich gelassen, oder nicht richtig für dich gesorgt?

Habe ich dich ignoriert? Nicht wahrhaben wollen? Dich verurteilt?

Was kann ich für dich tun?

Kannst du mir helfen, damit ich dich besser hören und spüren kann?

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Ich halte dich ganz fest….

Jetzt gehören wir für immer zusammen….

Ich pass auf dich auf und bin immer für dich da…

 

Vielleicht spricht es dich auch an in einer geschützten Gruppe mit deinem Inneren Kind zu arbeiten. Meine aktuellen Workshoptermine zur Arbeit am inneren Kind, findest du hier.

 

 

4. Übung "Nähere dich deinem inneren Kind über das Schreiben"

Nimm dir für diese Übung ein Blatt Papier oder wen du öfters in dieser Form dich mit deinem inneren Kind verbinden möchtest, magst du dir vielleicht ein schönes Schreibheft dafür besorgen. Dann sorge für ausreichend Zeit und das du in dieser ungestört bist.

Beginne nun als Erwachsener dein inneres Kind zu begrüßen, indem du es fragst wie es ihm geht. (Schreibe hierbei mit deiner dominanten Hand, bei Rechtshändern die Rechte, bei Linkshänder die Linke) Dann nimmst du den Stift in die andere Hand, um dein inneres Kind antworten zu lassen und lass dich überraschen von dem, was es schreibt.
Weiter kannst du es fragen was es sich von dir als Erwachsener wünscht, was es im Alltag vermisst oder es auch fragen was es toll findet,...

 

Das innere Kind steht für die Aspekte von Kreativität, Spaß haben, Verspieltheit und Lebendigkeit. Wenn du als Erwachsener z.B. sehr vernünftig bist, kann es sein das dein inneres Kind das ziemlich doof und langweilig findet. Oder vielleicht wünscht es sich mehr Nähe und Zärtlichkeit, welche du als Erwachsener dir zwar auch wünscht jedoch nur bedingt zulassen kannst, genau dann ist es erforderlich mit deinem Inneren Kind zu arbeiten um Veränderung herbeizuführen.

 

 

"Es kann sich erst etwas positiv in deinem Leben verändern, wenn du heute

als Erwachsener mit den vernachlässigten Bedürfnissen deines inneren Kind

NICHT mehr so umgehst, wie es früher die Erwachsenen mit dir getan haben."

Zum Weiterlesen

Möchtest du tiefer in das Thema eintauchen, dann empfehle ich dir die folgenden Bücher*:

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Herzensgrüße,

Kommentare: 2
  • #2

    Margret (Samstag, 05 Oktober 2019 14:41)

    Hallo ich beschäftige mich zur Zeit mit meinen inneren kind .putze jeden Tag hinter meinen Mann nach weil ich immer alles sauber haben will .ausserdem fühle ich mich finanziel abhängig von ihm .und möchte nirgends mehr hingehen weil er immer alles bezahlen muss .mein Mann macht das gerne aber ich komme damit nicht klar .habe eine kleine Rente und muss alles genau einteilen .ich komme mit anderen Menschen schwer ins Gespräch weil ich nicht weiss was ich sagen soll .kann mich nicht freuen und weiss nicht wie ich das ausdrücken soll wie ich mich fühle .was kann der Grund für all das sein .L.g.

  • #1

    Jendrzok steffen (Sonntag, 18 August 2019 18:43)

    Hallo
    Ich habe aufmerksam deinen Blog gelesen da ich im Moment mich sehr mit dem Thema inneres Kind beschäftigte.
    Ich bin 44 PolizeiBeamter und nach einer toxischen Beziehung zu einer Borderlinerin komplett abgestürzt.
    Meine Frage ...Seit dem ich mich jeden Tag mit mir auseinander setzte bin ich sehr sehr traurig den ganzen Tag über und es fällt mir schwer durch den Tag zu gehen.
    Ist der Zustand so Normal ?
    Hätte auch Lust ein Seminar.
    LG Steffen